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Weg des Friedens, Isonzofront

Weg des Friedens: Auf den Spuren der Isonzofront

    Weg des Friedens. Auf den Spuren der Isonzofront

    Das Soča-Tal blickt auf eine vom Krieg geprägte Vergangenheit zurück. In dem idyllischen Tal verlief seinerzeit eine der verlustreichsten Fronten des Ersten Weltkriegs: die Isonzo-Front. Von den Schrecken des Krieges zeugen zahlreiche Überreste, Denkmäler und Freilichtmuseen. Beschreiten Sie den Weg des Friedens, der sich in einer Gesamtlänge von 400 km durch die malerische Landschaft schlängelt, die einst tragischer Schauplatz der blutigen Isonzoschlachten war. Für den gesamten Weg brauchen Sie 25 Tage.

    Der Weg des Friedens verläuft zum Teil durch Slowenien und zum Teil durch Italien. Wenn Sie auf dem Weg des Friedens unterwegs sind, denken Sie daran, dass hier einst tausende und abertausende junger Männer unterschiedlicher Nationen viel zu früh ihr Leben ließen. Erleben Sie die Schönheit der unberührten Natur. Spüren Sie die Ruhe und Freude einer Landschaft, in der einst Explosionslärm und Schüsse widerhallten. Vielleicht vernehmen Sie noch das leise Stöhnen eines verwundeten Soldaten oder das unbeschwerte Lied eines Hirten, der sein Vieh auf die Weide treibt. Der Weg des Friedens ist der Weg der Erinnerungen, der Weg der Freiheit.

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    Weg des Friedens, Kolovrat
    Foto: Visit Goodplace

    Der Weg des Friedens ist von seinem Startpunkt in Log pod Mangartom bis zu seinem Endpunkt in Triest mit einheitlichen Zeichen und Informationstafeln ausgestattet. Unterwegs gibt es sechs Freilichtmuseen sowie zahlreiche Mahn- und Gedenkstätten. Die Museen befinden sich an authentischen Standorten und zeigen gut erhaltene oder wieder hergerichtete Reste und Spuren des Krieges. Alle sind leicht zugänglich und mit Wegweisern markiert. Erschlossen sind sowohl die italienischen als auch die österreichisch-ungarischen Gebiete von einst.

    Die Isonzofront (1915–1917) forderte in elf italienischen und einer österreichisch-ungarischen Offensive insgesamt 1,5 militärische Verluste (Gefallene, Verletzte, Gefangene, Vermisste) auf beiden Seiten. Mehr als 250.000 Menschen verloren hier ihr Leben.

    Streckenverlauf des Friedenswegs im Soča-Tal

     

    Der Weg des Friedens verläuft von den Alpen bis zur Adria. Startpunkt ist der Ort Log pod Mangartom. Der Weg führt zunächst an der Festung Kluže vorbei, wo zahlreiche Überreste der Isonzofront und des Ersten Weltkriegs ausgestellt sind. Nächste Stationen sind die Freilichtmuseen Revalnik und Čelo. Danach führt der Weg auf die Alm Golobar und zum Freilichtmuseum Zaprikraj. Weiter geht es durch das Dorf Drežnica, vorbei am italienischen Beinhaus in Kobarid. Hier gabelt sich der Weg in zwei Strecken.

     

    Die erste führt auf den Bergrat des Kolovrat, wo das gleichnamige Freilichtmuseum liegt. Die zweite führt über die Almen Kuhinja und Petrovč, wo Sie das Freilichtmuseum Mrzli Vrh erwartet. Die erste Strecke führt über die Javorca bis nach Tolmin weiter, wo Sie das deutsche Beinhaus und das Freilichtmuseum Mengore besichtigen können. Danach geht es zum Museum Kolovrat, durch Kambreško bis zum Sabotin, zur Goriška Brda und nach Nova Gorica.

     

    Die zweite Strecke führt vom Kolovrat zunächst bergab in das Dorf Plave, von wo aus er dann wieder ansteigt: über die Berge Prižnica, Vodice und Sveta Gora bis zum Škabrijel. In Nova Gorica laufen die beiden Strecken wieder zusammen und der Weg führt weiter über den Markovec-Hügel bis zum Aussichtsgipfel Cerje. Dort erwartet Sie das gleichnamige monumentale Mahnmal, das zum Gedenken der Verteidiger des slowenischen Bodens auf dem Cerje errichtet wurde. Der aussichtsreiche Hügel am Westrand des Karstplateaus bietet einen herrlichen Ausblick auf den nördlichen Teil der Adria, das Friaul, die Dolomiten und das Vipava-Tal vor der mächtigen Kulisse der Julischen Alpen.

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    Weg des Friedens, Der berg Kuhinja
    Foto: Uroš Ledinek

    Der Friedensweg im Karst

     

    In der Umgebung des Cerje hat man die sog. „Friedenswege im Karst“ angelegt. Erkunden Sie die ruhige und unversehrte Karstlandschaft und entdecken Sie die Spuren des Ersten Weltkriegs. Alle Wege sind liebevoll gepflegt und sowohl für Wanderer als auch für Radfahrer geeignet. Vielleicht treffen Sie auch auf den einen oder anderen Reiter, der das Karstplateau vom Pferdesattel aus entdeckt.

     

    Kurz bevor Sie die Grenze zum benachbarten Italien überqueren, gabelt sich der Weg in zwei Strecken. Eine Strecke führt über die Grenze nach Italien und verbindet den Monte San Michele, den Historischen Weg auf dem Brestovec (Percorso Storico del Brestovec) und das italienische Beinhaus in Redipuglia, bevor sie in Duino endet. Die zweite Strecke verbindet die Kriegsdenkmäler Borojevićev prestol (Borojević-Thron) und Krompirjeva jama (Kartoffelhöhle), Gorjansko und andere österreichisch-ungarische Militärfriedhöfe sowie das Freilichtmuseum auf dem Monte Ermada. Der Endpunkt der Strecke ist ebenfalls in Duino. Der letzte Abschnitt des Friedensweges führt von Duino nach Triest.

     

    Der Weg des Friedens von den Alpen bis zur Adria ist ein thematischer Fernwanderweg, der von den vergangenen Ereignissen in dieser Gegend zeugt. Unterwegs gibt es zahlreiche Museen sowie Gedenk- und Mahnstätten zu entdecken. Auf dem gesamten Weg sind Sie von der malerischen Karstlandschaft umgeben.

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    Soldatenfriedhof
    Foto: Visit Goodplace

    Rundweg auf dem Weg des Friedens

     

    Ein Teil des Friedenswegs bildet einen 100 km langen Rundweg, der in sechs Abschnitte eingeteilt ist. Jeder nimmt etwa einen Tag in Anspruch. Für den gesamten Rundweg müssen Sie also rund sechs Tage einrechnen.

     

    Der Rundweg verbindet die Städte Gorizia (Gorica) und Nova Gorica. In nördlicher Richtung verbindet er die Städte Kobarid und Cividale del Friuli (Čedad). Im Süden ist die Grmada (Monte Ermada) der zentrale Gipfel, der den slowenischen und italienischen Karst verbindet. Alle drei Verbindungen heben das Erbe des Ersten Weltkriegs hervor.

    In den Freilichtmuseen finden Sie Eintragsbücher und Stempel. In dem Buch „Weg des Friedens: Ein Führer entlang der Isonzo-Front im Oberen Sočatal“ (sl. Originaltitel „Pot miru, vodnik po soški fronti v Zgornjem Posočju“) können Sie die Stempel sammeln. Für alle sieben Stempel erhalten Sie das Weg-des-Friedens-Abzeichen.

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    So entstand das Projekt „Weg des Friedens – Walk of Peace“

     

    In den Jahren 1915–1917 tobte der Erste Weltkrieg im Gebiet des Oberen Soča-Tals und des Karstes. Der Krieg hinterließ zerstörte Dörfer und verwüstete Landschaften. Zahlreiche junge Soldaten verloren ihr Leben. Ihre sterblichen Überreste ruhen auf rund 60 Militärfriedhöfen entlang der einstigen Frontlinie.

     

    Zahlreiche Ereignisse im 20. Jahrhundert trugen dazu bei, dass die Namen der gefallenen Soldaten nie ermittelt, bearbeitet und veröffentlicht wurden. Gerade deshalb ist eines der Ziele des Projektes WALKofPEACE Daten über die Militärfriedhöfe des Ersten Weltkriegs an die Öffentlichkeit zu bringen.

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