Carsus Trail

Fernwanderweg durch den slowenischen und italienischen Karst

    Entdecken Sie eine sechstägige Rundtour mit Ausblicken vom Mittelmeer bis zu den Julischen Alpen und den Dolomiten. Vom Vipava-Tal zur Adriaküste und zurück – wie geht das? Auf dem Carsus-Trail, zwischen Weinbergen, an den von der UNESCO gelisteten Trockenmauern entlang und über aussichtsreiche Karstgipfel. 

     

    Der Carsus Trail ist ein Weg des Herzens. Er verbindet nicht nur natürliche und kulturelle Sehenswürdigkeiten, sondern auch den Schauplatz des größten Brandes in der Geschichte Sloweniens, an dem heute neues Leben sprießt. Auf 6 Etappen und 103 Kilometern reihen sich Karstdörfer, der Friedensweg, Burgen und Schlösser, Flüsse und Küstenstädtchen aneinander. Der Wanderweg „Grünes Herz des Karstes“ ist ein einzigartiges Erlebnis und ein lebendes Denkmal für die Solidarität und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachbereichen und lokalen Gemeinschaften.

    Die Geschichte des Carsus Trail 

    Der gesamte Wanderweg & Etappe für Etappe

    Zwischen der Natur und dem Erbe des Karstes

    Der Carsus Trail ist ein leicht zugänglicher Rundweg. Es ist kein Zufall, dass er von oben betrachtet in Herzform verläuft. Hunderte Spenderinnen und Spender haben es ermöglicht, dass das Forstamt Sloweniens durch Aufforstung die Wiederherstellung der Natur nach dem Brand vorantreiben konnte. Der Weg führt durch ein außergewöhnliches Natura-2000-Gebiet und zwischen den als immaterielles UNESCO-Erbe gelisteten Trockenmauern entlang, vom fruchtbaren Vipava-Tal und den weitläufigen Karstplateaus bis zu den Meeresklippen, den Quellen des Timavo und dem Doberdò-See.

    Karsthaus, eines der ältesten erhaltenen Gebäude in Štanjel.

    Foto: Nea Culpa, Jan Čermelj.

    Weg der Kultur und des Steins

    Der Carsus Trail ist ein Kultur- und Geschichtsweg. Besuchen Sie das Friedensdenkmal Cerje, die Burg Rihemberk, den Alten Ortskern von Štanjel, Schloss Duino, prähistorische Hügelfestungen und Relikte aus dem Ersten Weltkrieg. Unterwegs wird Sie überall das kostbare steinerne Erbe des Karsts begeistern. Sie können die Rundtour in Miren oder an einem beliebigen anderen Etappenpunkt beginnen. Die Tour ist technisch nicht besonders anspruchsvoll, eignet sich aber aufgrund der Länge der einzelnen Etappen für Wanderinnen und Wanderer mit einer guten Grundkondition und Freude an mehrtägigen Erlebnissen.

    Schloss Duino am Rilke-Weg.

    Foto: Nea Culpa, Jan Čermelj.

    Begeben Sie sich auf alle sechs Etappen des Fernwanderwegs Carsus Trail

    Die erste Etappe ist ein kurzer und angenehmer Einstieg in das „Grüne Herz des Karsts“. Sie führt von Miren am Fluss Vipava über weite Felder und durch charmante Dörfer bis nach Renče. Sie ist leicht zu meistern, gut erreichbar und bietet einen ruhigen Auftakt zu Ihrem mehrtägigen Erlebnis. Die zweite Etappe ist länger und abwechslungsreicher. Vom fruchtbaren Vipava-Tal geht es über die Karstgrate in Richtung Cerje, wo sich ein atemberaubender Ausblick bis hin zu den Julischen Alpen, den Dolomiten und der Adria präsentiert. Entlang der Route treffen Sie auf wichtige Stationen des Friedenswegs und des Erbes des Ersten Weltkriegs.

    Am Fluss Vipava.

    Foto: Nea Culpa, Jan Čermelj.

    Von Burg Rihemberk bis zum romantischen Štanjel

    Die dritte Etappe verbindet Karstebenen, aussichtsreiche Gipfel, die Burg Rihemberk mit dem höchsten Burgturm Sloweniens und das mittelalterliche Štanjel. Die Route führt über den Trstelj, den höchsten Gipfel des slowenischen Karsts, vorbei an dem malerischen Dorf Pedrovo bis zur imposanten Burg Rihemberk, und endet schließlich in Štanjel, einem der am schönsten erhaltenen Karstdörfer.

    Das 25 Meter hohe Friedensdenkmal Cerje.

    Foto: Nea Culpa, Jan Čermelj.

    Zwischen Karstwiesen bis zum Meer und auf den Rilke-Weg

    Die vierte Etappe ist der Kulturlandschaft gewidmet. Sie wandern den ganzen Tag durch Karstdörfer, über Wiesen, durch Weinberge und Wälder sowie an den steinernen Details vorbei, die dem Karst sein unverwechselbares Gesicht verleihen. Die Etappe endet in Sistiana, wo sich die Karstlandschaft zum Meer hin öffnet. Die fünfte Etappe steht ganz im Zeichen der Küste und wartet mit atemberaubenden Panoramen auf Die Route beginnt auf dem berühmten Rilke-Weg oberhalb steiler Klippen, führt weiter an Schloss Duino und den geheimnisvollen Quellen der Timavo vorbei und biegt schließlich von der Küste zurück ins Innere des Karstes ein. Dies ist eine der malerischsten Etappen des gesamten Rundwegs.

    Verkostung des berühmten Karstschinkens.

    Foto: Nea Culpa, Jan Čermelj.

    Naturreservat und Erbe des Ersten Weltkriegs

    Die sechste Etappe führt am Doberdò-See vorbei, an den Überresten des Ersten Weltkriegs und über das Gebiet der ehemaligen Grenze hinweg, das heute ein Ort der Begegnung ist. Sie endet in Miren, wo sich der Rundweg schließt. Die letzte Etappe verbindet auf wunderschöne Weise das natürliche Erbe, die historische Erinnerung und das neue Leben dieses Raums.

    Gipfel des Kremenjak mit Blick auf den Golf von Triest.

    Foto: Nea Culpa, Jan Čermelj.

    Der Carsus Trail ist im Frühling, Herbst und Winter am schönsten

    Der Carsus Trail ist technisch leicht zu meistern und birgt keine besonderen Gefahren, erfordert jedoch eine gute körperliche Kondition, da die längeren Etappen über 20 km lang sind und auch einiges an Höhenunterschieden beinhalten. Am schönsten ist es, ihn in seiner Gesamtheit, in einer durchgehenden Wanderung über alle sechs Etappen zu erleben, je nach Wetter, Zeit oder Kondition können Sie ihn aber auch problemlos in Abschnitten, in Ein-, Zwei- oder Dreitagesetappen zurücklegen. Der Weg ist das ganze Jahr über begehbar, besonders angenehm ist er jedoch im Frühling und Herbst. Auch im Winter bietet er eine attraktive Alternative zu den Alpentälern, die zu dieser Zeit oft verschneit oder schwer begehbar sind.